Holzhausen in alten Tagen | Teil 2

von HOLTHUSON zu HOLZHAUSEN |  Teil 2

 

Nunmehr war es unübersehbar, dass in den deutschen Landen ein Klima des Neubeginns spürbar wurde. Auch das alte sächsische Edelingsgeschlecht von Wulvena wird sicherlich bestrebt gewesen sein, in ihrem Wirkungsbereich durch Schaffung von neuen Höfen zusätzliche Steuer- und Abgabequellen zu erschließen. Dieses ist also der Zeitpunkt, wo mit der Gründung der Bauerschaft Holthuson die eigentliche Geschichte Holzhausens ihren Anfang nimmt. Die ersten Gründungen werden die Höfe König und Oberholthaus gewesen sein. Die Namen dieser Höfe weisen exemplarisch darauf hin, dass diese neue Siedlung auf bisher unbebautem Grund erfolgte, der nach damaliger Rechtsauffassung ausschließlicher Besitz des deutschen Königs war. Ferner ist erkennbar, dass diese Gründungen neue Häuser in einem bisher unberührtem Wald darstellten. Die plattdeutsche Sprache kennt nicht den Begriff Wald. Wald wird bis heute im Plattdeutschen als Holt bezeichnet. Dieser Umstand führte zum neuen Bauerschaftsnamen, der zunächst Holthuson lautete, wie es in der Urkunde der Ersterwähnung von 1147 heißt. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein galt dann später der Ortsname Holthusen. Wohl aus Eitelkeitsgründen wurde unter dem Vorsteher von Korff Mitte des 19. Jahrhunderts die hochdeutsche Sprachform Holzhausen üblich; die letzten plattdeutsch sprechenden Leute jedoch bleiben bei der uralten Namensform Holthusen! Zusätzlich zu den ersten beiden Höfen wurden zunächst der Hof Niederholthaus und schließlich der Hof am Ende (Sterz) der Gemarkung (Brink) = Stertenbrink geschaffen.

Auffällig ist bei diesen Gründungen das übereinstimmende Zusammenspiel der damals relevanten Kräfte vor Ort, und zwar einmal der kirchlichen und zum anderen der weltlichen Macht. Die kirchliche Macht manifestierte sich damals im Amt des Bischofs von Osnabrück, dem der neu gegründete Hof König zufiel. Als jedoch um 1200 eine Trennung der bischöflichen Güter erfolgte, aufgezeichnet von einem Mönch namens Lentfried im so genannten bischöflichen Tafelgutregister, fiel der Hof König dann in die Hände des Domkapitels. Diesem gehörte er dann bis zur Aufhebung der bäuerlichen Hörigkeit in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts an. Die weltliche Macht oblag damals dem Edelingsgeschlecht von Wulvena, später von Wulften, das die Gutsherrschaft über den Hof Oberholthaus übertragen bekam. Auch die kurze Zeit später gegründeten Höfe Niederholthaus und Stertenbrink waren zunächst Hörige derer von Wulvena gewesen. Nach dem Aufkommen der Adelshäuser in Sutthausen fielen diese beiden Höfe schließlich jedoch in die Hand derer von Stael (Niederholthaus) und derer von Korff (Stertenbrink).

Erst etwa 500 Jahre später – im 15. Jahrhundert – entstand als Abzweig von dem dem Gut Wulften eigenbehörig gewesenen Hof Niederholthaus der Markkotten Patke. Der Anlaß für diese Gründung wird wahrscheinlich folgender Umstand gewesen sein: Das Haus Wulften besaß offenbar ursprünglich neben dem Haus Gesmold im Fürstbistum Osnabrück das Recht der hohen Gerichtsbarkeit, d. h. sie konnten in schwerwiegenden Deliktfällen Täter zum Tod durch den Strang verurteilen. Durch grobe Nachlässigkeit verschiedener nachfolgender Besitzergeschlechter ist dieses Recht schließlich vom Bischof als dem Landesherrn und konkurrierenden Adelshäusern vor Ort in Zweifel gezogen worden, der auch in einem Prozeß im 18. Jahrhundert, der bis vor das Reichskammergericht in Wien führte, nicht ausgeräumt werden konnte. Aber bis in das 15. Jahrhundert hinein wurde dieses Recht noch wahrgenommen. Der Galgen, an dem Delinquenten ihr verpfuschtes Leben aushauchen sollten, stand am Fuß des Halbmonds. Verantwortlich für die Ordnung an dieser Stätte war der Bauer Niederholthaus, später der Markkötter Patke. Der schwere Gang zum Galgen spiegelt sich im Namen Patke wider.

Jeder freie Germane war im Kriegsfalle zur Heerbannfolge verpflichtet gewesen. Äußere Merkmale dieser Freiheit waren das Recht zum Tragen von Waffen sowie die ungeschorene Haarpracht. Diese Verpflichtung den Stammesgenossen gegenüber galt somit auch für jeden freien Sachsen. Nach der Unterwerfung durch die Franken und die Eingliederung in das fränkische Karolingerreich, welches neben den Stammländern Frankreich und Deutschland auch große Teile Italiens und das nördliche Spanien umfasste, war diese Verpflichtung zur Heerfolge jedoch für einen sächsischen Bauern wegen der gewaltigen Entfernungen kaum mehr möglich. Insbesondere das wohl organisierte System der Mobilmachung der sächsischen Reiterei, die sich aus den Bauern der Sattelhöfer rekrutiert hatte, kam völlig zum Erliegen. Die Sattelhöfer waren previligierte Bauern gewesen, die zu jeder Zeit in der Lage gewesen waren, ein aufgezäumtes und gesatteltes Pferd mit Reiter dem Heerbann zur Verfügung zu stellen. Die fränkische Heeresverwaltung begegnete dieser Entwicklung, indem sie ein stehendes Heer, bestehend fast ausschließlich aus der Reiterei, schuf. Diese Entwicklung schien für die Bauern im fränkischen Karolingerreich zunächst auf den ersten Blick sehr vorteilhaft zu sein, konnten sie doch nunmehr landesweit ohne große Störungen durch Heerbannverpflichtungen ihre Höfe bewirtschaften. Aber diese Entwicklung hatte einen fatalen Haken. Dieses zumeist aus Reitern, die keine Bauern mehr waren, bestehende Heer musste bezahlt werden. Daraus bildete sich der Ritterstand, der für die Mächtigen im Reich, wenn sie Macht ausüben wollten, immer unentbehrlicher wurde und nur von Bauern unterhalten werden konnte. Es sollte nicht lange dauern, dass europaweit sich in fast jedem Ort ein Ritter niederließ, wohnend in einem festen Haus und unterhalten von den örtlichen Bauern. Die Kosten für diese Entwicklung musste allein der hart arbeitende Bauer tragen. Schließlich wurde er so an seine Scholle gebunden, dass er Höriger eines Herrn wurde. Dieses waren neben den Rittern auch Kirchen und Klöster sowie verschiedene sonstige Institutionen.

In der damaligen seit dem 10. Jahrhundert bestehenden Bauerschaft Holthusen, welche 1147 erstmalig eine urkundliche Erwähnung fand, bahnte sich etwa 30 Jahre später eine überraschende und unvorhersehbare Entwicklung an. Die Bauerschaft Hörne umfasste in jener Zeit die Höfe Große und Kleine Nordhaus, Peistrup sowie Lindlage und Gesmold am Rande des Gesmolder Berges. Weiter östlich befanden sich ferner der Meierhof zu Hörne sowie der Hof Sutthaus mit einer Mühle, welcher an der Düte seinen Standort hatte. Der letzte Besitzer dieses Hofes Sutthaus war der Knappe Johann von Sutthausen gewesen, der 1283 und 1286 eine urkundliche Erwähnung findet. Er wird zu jenen Bauern gehört haben, die den Wechsel vom Bauernstand in den Ritterstand geschafft hatten. Aber bereits 1280 taucht der Ritter Eberhard von Varendorf auf, stammend vom Gut Varendorf in Laggenbeck, um auf dem Gelände des Hofes Sutthaus eine feste Burg zu errichten. Der Stadt Osnabrück, die damals vom Kaiser Barbarossa (1152 -1190) das Recht erhalten hatte, sich mit Wall und Graben zu umgeben, konnte die Entstehung einer neuen Burg in so geringer Entfernung von ihren Toren nicht gleichgültig sein. Sie verlangte deshalb vom Bischof Einspruch gegen den beabsichtigten Bau. Obwohl der Bischof sich erbot, den Bau zu verhindern, kam dieser doch zustande. Im 14. Jahrhundert werden die Besitzer der Burg erstmals mit dem Beinamen von Sutthausen genannt. Eine wesentliche Erweiterung ihres Besitzes erfolgte 1355 durch den Erwerb des westlich benachbarten Meierhofes zu Hörne, der in der Folgezeit ständig zu Sutthausen gehören sollte. Infolge vieler Fehden musste 1444 Johann von Varendorf die Hälfte seines Gutes an Wilhelm von Stael für 3000 Gulden verkaufen. Seit dieser Zeit bestanden in Sutthausen zwei Güter, die später beide landtagsfähig wurden. Beide Familien, die von Varendorf und die von Stael, waren sich zumeist in trauter Feindschaft verbunden. Der letzte Besitzer des von Varendorf`schen Anteils war Amelung von Varendorf, der in Vermögensverfall geriet und schließlich 1622 seinen hälftigen Anteil am Gut Sutthausen für 6.300 Taler an Dietrich von Korff, stammend vom Hause Harkotten in Füchtorf, verkaufte. Nunmehr lebten auf dem Gut Sutthausen die Adelsfamilien von Stael und von Korff.

Nicht ganz so ungestört verlief das Leben bei der adeligen Konkurrenz auf der Burg Wulften. Urkundlich wird auch Wulvena erstmals im Jahre 1147 zusammen mit Holthuson genannt, wo es bei der Festsetzung der Kirchspielsgrenzen durch den Osnabrücker Bischof Philipp nach St. Johann eingepfarrt wurde. Die Burg Wulften wird der Stammsitz des alten bereits aus altsächsischer Zeit stammenden Geschlechts derer von Wulvena gewesen sein, welches um 1200 ausstarb. Die folgenden Besitzer der Burg waren die Edlen von Lingen, die 1312 auf ihrem Gut eine erste Kapelle gründeten. Um 1390 ging Wulften durch Kauf über in den Besitz der Herren von Buck, die die Burg zunächst zu einem "Schloß" entwickelten. Friedrich von Buck war im 15. Jahrhundert einer der gefürchtetsten Raubritter seiner Zeit, der in Gemeinschaft mit seinem Sohn Gerhard die Gegend weit und breit unsicher machte. Dieses gab Veranlassung zu dauernden Feindseligkeiten zwischen ihm und der Stadt Osnabrück. Zu Beginn des Jahres 1456 fiel er den Osnabrückern in die Hände. Er und sein Sohn wurden lange im Bucksturm gefangen gehalten. Nachdem sie am 29. Mai 1456 Urfehde geschworen und gelobt hatten, Schadenersatz zu leisten, wurden Vater und Sohn wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Knechte jedoch, die ihnen geholfen hatten, wurden aufgehängt. Die beiden Frevler hatten kaum die Freiheit wieder erlangt, als sie unter dem Vorwand, der Eid wäre erzwungen gewesen, ihr Versprechen brachen. Die Händel nahmen darauf kein Ende. Friedrich Buck starb 1478, sein Sohn Gerhard 1483. Daraufhin ging 1486 Wulften mit der Burg Haslage in Hasbergen an das Geschlecht von Snetlage. Diese waren zumeist schlechte Haushalter, die beträchtliche Schulden aufhäuften und viele Bürgschaften übernahmen, so dass 1595 über Wulften der Konkurs ausbrach. Der nächste Besitzer – Giesebrecht Jürgen von Snetlage – klagte bei Antritt des Gutes, dass dieses völlig verwahrlost sei, die Scheunen seien verkommen und baufällig, die Äcker nicht bestellt, kein Saatkorn und keine Lebensmittel vorhanden. Die Wirren des 30jährigen Krieges ließen ihn auf keinen grünen Zweig kommen. Wulften wurde dreimal von Kriegshaufen besetzt und verwüstet, 1626 durch die Dänen, 1633 durch Schweden und 1636 durch die Kaiserlichen. Am Schlimmsten hausten dort die Schweden. Aller Hausrat, sogar die Ketten, Hals- und Fußeisen, die zur Ausübung der Gerichtsbarkeit dienten, wurden weggeschleppt. Giesebrecht Jürgens einziger Sohn – Nikolaus Eberhard von Snetlage – verkaufte Wulften am 26 Juni 1682 an Gustav Bernhard von Moltke und starb am 26. Mai 1697 als Letzter seines alten Geschlechts. Er hatte am 14. August 1682 eine Stiftung getätigt, und zwar zu Gunsten des Knaben-Konvikts für bedürftige Schüler des Jesuitenkollegs in Osnabrück; dem Gymnasium Carolinum vermachte er das von ihm angekaufte Gut Gartlage.

Trotz häufiger recht ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse im Lande gab es Zeiten des Fortschritts und Aufbaus. Dazu zählten nicht zuletzt die nicht unbeträchtliche Anzahl der von den Gütern in ihren Wrechten geschaffenen Pachthöfe. Die Mehrzahl von ihnen gingen ohne Zweifel auf Initiativen der Herren auf der Burg Wulften zurück.

Unweit des Gutes befand sich der Pachthof BÄUMER, und zwar in der Nähe der heutigen Firma Herkenhoff gelegen. Diesem Pachthof oblag die Aufgabe – wie der Name treffend aussagt – den Zugang zum eigentlichen Gutsbezirk Wulften durch einen Schlagbaum zu kontrollieren. Dieses Fachwerkanwesen wurde kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs abgerissen und links am Weg von der Sutthauser Straße hinauf zur heutigen Grasrennbahn wieder errichtet.

Auf dem Gelände des Pachthofes GAUSEMEYER wurde in Sutthausen nach dem Zweiten Weltkrieg die sog. Beschützende Werkstatt errichtet. Ursprünglich befanden sich in diesem Bereich mehrere Fischteiche, um die Speisetafel der Burgherrschaften anzureichern. Das hier auch Enten und Gänse aufgezogen wurden, sagt uns der Name auch.

Rechts vom bereits oben genannten Weg hinauf zur Grasrennbahn liegen versteckt die beiden alten Pachthöfe STUTBRÖCKER und FLASKÄMPER, wobei der letztere Name auf Flachsanbau hinweist. Diese beiden Anwesen gehören heute der Stadt Osnabrück.

Einen verwahrlosten Anblick bietet heute das heute städtische Anwesen, welches sich im Winkel des vorgenannten Weges mit dem nach rechts abzweigenden Weg nach Malbergen in das Ährenfeld befindet. Die Bezeichnung dieses Pachthofes lautete ursprünglich HOMBERG, NUMBERG oder AUF DEM BERGE.

Wenige Schritte weiter an dem Weg nach Malbergen lag der Pachthof GÖCKER, der inzwischen jedoch abgerissen ist und einem Neubau des Kurt Staperfeld weichen musste.

Wiederum nur wenige Schritte weiter, jedoch etwas zurückliegend, befindet sich der heute städtische Pachthof HARBÖCKER. Die Pächter dieses Anwesens hatten in früheren Jahrhunderten für den Gutsherrn, der ja auch Gerichtsbarkeitsrechte ausübte, Polizeiaufgaben wahrzunehmen.

Um 1960 ist das Fachwerkanwesen PÖPPELMEYER bis auf die Grundmauern abgebrannt und nicht wieder aufgebaut worden. Die Lage befand sich etwa 100 Schritt westlich der Leibzucht des Malberger Hofes Henke im Ährenfeld hart an der Malberger Grenze.

Der BRACKENHOF ist das unmittelbar an der Grenze zu Malbergen östlich der Malberger Straße liegende Anwesen. Der Name weist auf die Verpflichtung des Pächters - des Brackenhöfers – hin, die Jagdhunde, früher Bracken genannt, des Burgherrn aufzuziehen.

Dem Gut von Korff waren folgende Pachthöfe unterstellt:

Die WIXBURG, in der Nähe des Gutes am Südrand der Düte am Weg durch die Bauerschaft Hörne gelegen, ist hauptsächlicher Ausgangspunkt der Verbreitung der Sippe Boberg.

Der TÖFAT in Sutthausen, unweit der heutigen katholischen Kirche gelegen, war viele Jahre ein gern besuchtes Cafe.

Der MUDDENKAMP lag kurz vor dem Wulfter Turm. Dessen Pächter waren wohl für die Aufzucht von Schweinen, plattdeutsch früher auch Mudden genannt, zuständig. Irrigerweise haben nach dem Zweiten Weltkrieg Ortsunkundige den dortigen Weg als Middenkamp bezeichnet; dieser falsche Straßenname gilt bis heute.

Zum Gut von Stael gehörten folgende Pachtanwesen:

Der TEGELKÄMPER ist ein versteckt liegendes Anwesen links hinter dem heutigen Sportplatz Sutthausen. Das Ziegelbrennen gehörte wohl zu den Aufgaben der Pächter. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Gutes von Stael konnte Stahmer neben dem gesamten Hörner Bruch auch den Tegelkamp erwerben.

Die GRÖBELSCHMIEDE, unweit nördlich der Eisenbahntrasse gelegen, war die einzige Schmiede im Bereich Holzhausen/Sutthausen und recht angesehen.

Die DÜTEMEIEREI, gelegen am Düteübergang, war immer der zentrale Punkt des Holzhauser Gemeinwesens gewesen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die Herren auf Wulften, die die ursprünglichen Besitzer dieses Anwesens waren, sich bei der Verlegung der Malstätte vom Holzhauser Berg für den Standort am Übergang der Düte entschieden haben. Vielleicht wurde zu dieser Zeit der einst selbstständige Bauer zum Gerichtsvogt aufgewertet. Als jedoch unter der Ägide derer von Snetlage, mit der die schwächste Phase Wulftens einherging, die Wulfter Gerichtshoheit immer mehr angezweifelt wurde, wurde auch das Amt des Gerichtvogts immer weniger bedeutend. Aber die Pacht dieses Anwesens war trotzdem immer begehrt – um 1600 hieß es Lampe uffr Düte. Unter der Ägide derer von Stael wandelte sich dieser zentrale Punkt schließlich im 18. Jahrhundert zum ersten Gasthaus Holzhausens und zum Rentmeisteramt dieses Gutes (siehe auch meinen Bericht über die Dütemeierei im Holzhauser Leben).

Die Pacht der BÜCKEREI in Holzhausen teilten sich ab Anfang des 19. Jahrhunderts die Familien Middelberg und Ruthemeyer. Ein Bücker war ein Böttcher, der aus Buchenholz Gerätschaften des täglichen Gebrauchs herstellte.

Der FELDKAMP ist seit etlichen Generationen ein Anwesen, welches von der Familie Hülsmann in Pacht war.

Die ÖLMÜHLE war eine besonders begehrte Pacht. Von hier aus nahm die erfolgreiche Entwicklung der Seeger-Dynastie ihren Anfang. Danach hatte Ernst Schuster das Glück, aus dem Bereich Minden stammend, Anfang des 20. Jahrhunderts Pächter dieses Anwesens werden zu können.

Den Pächtern der Anwesen Dütemeyer, Bücker, Feldkamp und Ölmühle ist das große Glück widerfahren, dass ihr Verpächter, die Herren auf dem Gut von Stael in Sutthausen, 1917 in Konkurs ging und ihnen urplötzlich die einmalige Möglichkeit eröffnet wurde, für wenig Geld ihre Pachtanwesen eigentümlich erwerben zu können. So sind im wahrsten Sinne aus armen Pächtern wohlhabende Leute geworden.

Schon seit undenklichen Zeiten diente die Dütebrücke in Holzhausen als Übergang eines bedeutenden Handelsweges, der von Norden kommend die Asna(Hase) - Brücke im heutigen Osnabrück passiert hatte. Dieser Weg führte weiter am fränkischen Meierhof in Westrup vorbei durch die Hüggelschlucht, welche von örtlichen Heimatfreunden historisierend auch gern als Porta Osnabrugensis bezeichnet wurde. Nach Erreichen des Wegeknotenpunktes, dem Hüggelhof, einem ebenfalls von den Franken angelegten Meierhof, teilte sich der Weg nach links durch die Lieth und die Mentruper Bauerschaft in Richtung Iburg und Lienen. Geradeaus führte ein Weg am heutigen Gasthaus "Zur Hüggelschlucht" vorbei zur Brücke über den Goldbach, um dann am ebenfalls fränkischen Meierhof zu Gellenbeck vorbei die wichtige Straße nach Lengerich zu erreichen. Erst mit der Gründung der Bauerschaft Holzhausen entstand die Straßenführung am Hof Stertenbrink vorbei durch das Dorf Hagen, welches ab dem 9. Jahrhundert durch die Kirchengründung größere Bedeutung erhalten hatte.

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